Whiskey richtig lagern zuhause

Tipps und Tricks für echte Genießer 


Es ist eine Wissenschaft, seinen Whiskey zuhause richtig zu lagern, um ihn lange haltbar zu machen. Viele Genießer geben sich berechtigterweise große Mühe bei der Lagerung, denn ein fader Whiskey ohne originale Aromen schmeckt nicht annähernd so gut, wie ein gut erhaltener und sorgfältig gelagerter Whiskey. Im folgenden Text wollen wir die wichtigsten Tipps zum Thema Whiskey richtig lagern besprechen und erklären, um jedem Hobby-Genießer da draußen das bestmögliche Whiskey-Erlebnis zu gewährleisten. 


wecco Holzfass Whiskey Lagerung

weeco Fassbar in braun, Hausbar aus Holz, exklusives Wein/Whiskeyfass mit Regal

  • Minibar Höhe ca. 81 cm, Material Erlenholz, Alter Stil - Farbe: dunkelbraun
  • Platz für ca. 30 - 40 Flaschen
  • massives, unbehandeltes Holz
  • 199,- €

Whiskey richtig lagern: stehend aufbewahren 

Wer seinen Whiskey richtig lagern möchte, der sollte auf längere Zeiträume einiges beachten. Dazu zählt unter anderem, ob der Whisky stehend oder liegend gelagert werden muss. Im Gegensatz zum Wein sollte das Genussmittel immer stehend gelagert werden, was sich dem einfachen Grund ergibt, dass ein hochwertiger Whiskey mit einem Naturkorken verschlossen ist. Wenn der Naturkorken mit dem Whiskey in Berührung kommt, kann es passieren, dass der Korken von dem starken Alkohol angegriffen oder gar zersetzt wird. Der beim Whiskey recht weiche Korken kann dann, wenn der Whiskey liegend gelagert wird, teilweise zersetzt werden. Außerdem ist es wichtig, Whiskey stehend zu lagern, da der Korken anderenfalls Aromen an den Inhalt der Flasche abgeben kann, was natürlich unerwünscht ist. Der schlimmste Fall wäre, wenn der Whiskey liegend gelagert wurde und sich dann durch die Berührung mit dem Alkohol so auflöst, dass die Flasche ausläuft. Der Inhalt wäre so zumindest teilweise weg, was sehr ärgerlich wäre. Der feine Single-Malt-Whiskey ausgelaufen, statt genossen zu werden, unvorstellbar.
Zusammenfassend kann man sagen: Whiskey immer stehend lagern, da ansonsten der Korken und damit der gesamte Whiskey zu Schaden kommen könnte. 

Whiskey richtig lagern: gleichmäßig kühle Lagerung

Die optimale Temperatur von Whiskey liegt etwas unter 20 °C. Die Temperatur ist deswegen optimal, da hier die Verdunstung und die Oxidation am niedrigsten liegen. Doch noch wichtiger als die Temperatur von knapp unter 20 °C ist, dass die Temperatur konstant ist. Das schont den Whiskey und lässt ihn über einen längeren Zeitpunkt haltbar bleibt. Whiskey richtig lagern erfordert vor allem eine konstante Lagertemperatur, die Gründe dafür liegen in der Physik und Chemie. Wenn der Whiskey einer höheren Temperatur ausgesetzt ist, dann dehnt er sich, so wie jede andere Flüssigkeit auch, aus. Sollte die Temperatur in einem niedrigeren Bereich liegen, zieht sich der Whiskey zusammen. Oftmals bleibt dieses Phänomen unbemerkt, da viele Whiskey-Liebhaber ihren Whiskey nicht regelmäßig prüfen und schauen, wie der Füllstand ist. Ein Tipp ist, sich einfach mal an einem Tag mit einem Stift, den Füllstand der Flasche zu markieren. Wenn die Temperatur schwankt, dann schwankt auch der Füllstand und der Genießer wird die Veränderung über die Markierung wahrnehmen können.

Jetzt könnte man meinen: Was ist denn schlecht daran, wenn mein Whiskey sich ausdehnt, dann habe ich doch mehr, oder? Schön wär's, wenn es so einfach wäre. Ist es aber nicht. Man sollte Temperaturschwankungen vermeiden, weil die Veränderung der Temperatur nicht gut für Flasche und Inhalt ist. Das liegt daran, dass der Whiskey Aromen, Wasser und anderes verdrängt, wenn er sich ausbreitet. Diese verdrängten Stoffe werden dann durch den weichen Naturkorken hindurch an die Umwelt abgegeben und nach außen verdrängt. Es ist natürlich absolut nicht im Sinne des Genießers, wenn der Whiskey seine wertvollen Aromen einfach an die Umwelt abgibt. Zudem kann durch den Druck, der bei der Ausdehnung entsteht, der Korken gelockert werden, was dazu führen kann, dass die Flasche nicht mehr dicht ist. 

Den Whiskey zu kühl zu lagern ist außerdem auch nicht ratsam. Wenn man den Whiskey richtig lagern will, sollte man auf Kühlschrank oder gar Eisfach vermeiden, da der Whiskey hier nicht auf einer guten Genusstemperatur gelagert wird und ein Aufwärmen den besagten Effekt der Temperaturschwankungen mit sich ziehen würde. 
Man kann also sagen, dass man Whiskey bei einer gleichmäßig kühlen Temperatur, optimalerweise knapp unter 20 °C, lagern sollte. Zu kühl oder zu warm wären nicht gut für den edlen Tropfen. Außerdem ist das Augenmerk auf die Gleichmäßigkeit der Temperatur zu legen. 

Reichhaltige Sammlung - nur viel zu offen, der Whiskey gehört dunkel gelagert

Whisky Heim Bar

Whiskey richtig lagern: gleichmäßige und kühle Temperaturen

Auch wenn oft im Keller eine schön gleichmäßige, kühle Temperatur ist, ist er eventuell nicht optimal zum Lagern von Whiskey. Wer seinen Whiskey richtig lagern will, der sollte auch darauf achten, dass der Lagerort vor Feuchtigkeit geschützt und trocken ist. Die hohe Feuchtigkeit an manchen Orten tut dem Whiskey nicht gut, denn durch sie kann der Korken beschädigt werden, das bedeutet, Korken könnte sich auflösen oder sogar verschimmeln. Außerdem ist eine höchst unangenehme Erscheinung, die durch Feuchtigkeit verursacht wird, das Auflösen der Etikette. Die Etikette geben den Flaschen nochmal einen besonderen Touch und wenn diese plötzlich abblättern ist das natürlich nicht schön. 
Trockene Lagerräume sind deswegen beim Whiskey richtig lagern eine Sache, auf die sehr geachtet werden sollte. 

Whiskey richtig lagern: vor Sonnenlicht schützen

Sonnenlicht schadet dem Whiskey, deswegen sollte als Lagerort ein dunkler, lichtgeschützter Raum gewählt werden. Die UV-Strahlung löst im Whiskey chemische Prozesse aus, weshalb man die Einstrahlung von Sonnenlicht vermeiden sollte. Viele Whiskeys bekommen eine Hülle mitgeliefert, in die man den Whiskey stellen kann, ohne den Stil zu verlieren. Whisky richtig lagern bezieht sich also auch auf die Dunkelheit des Lagerraumes, die immer gewährleistet werden sollte. 
Aber Vorsicht: Wenn man dunkle Orte zum Lagern sucht, fällt einem schnell der Keller ein. Der Keller sollte, wie oben bereits besprochen, jedoch nur als Lagerort verwendet werden, wenn er trocken ist.

Whiskey richtig lagern: Lufteinflüsse vermeiden

Der Einfluss von Sauerstoff ist eine häufige Ursache für die Geschmacksverfälschung von Whiskey. Deswegen gilt es, die Lufteinflüsse zu vermeiden, um möglichst die beste Qualität des Whiskeys über die Lagerung hinweg zu erhalten. Vor allem bei Flaschen, in denen sich verhältnismäßig wenig Inhalt befindet, hat die Luft viel Platz sich auszubreiten. Deswegen ist es wichtig, so wenig Platz wie möglich in der Flasche zu lassen. Tipps sind hier beispielsweise das Umfüllen in kleinere Flaschen oder die Beigabe von geschmacksneutralen Murmeln, um die Luft zu verdrängen. 
Es gibt zahlreiche weitere Möglichkeiten, den Whiskey richtig zu lagern. Hier gilt es kreativ zu werden und für sich selbst die beste Möglichkeit zu finden. Hier gibt es gleich gute Tipps

so viel Platz hat nicht jeder :-) 
Hauptsache dunkel, auch bei wesentlich kleineren Mengen

Whisky Fässer Lagerung

Whiskey richtig lagern: was hilft noch?

Hier werden jetzt ein paar Möglichkeiten aufgezeigt, wie man seinen Single Malt Whiskey "schützt" vor zuviel Luft in der Flasche. Sein Aroma soll ja lange halten.

Lufteinfluss auf den Irish Whiskey verringern 

Vacu Vin Weinpumpe Concerto mit 4 Stopfen

Vacu Vin Weinpumpe

Weinpumpe Concerto mit 4 Stopfen
Mit der Pumpe wird die Luft aus der Whiskey-Flasche gepumpt und damit entsteht ein Vakuum, das das Aroma des Whiskeys schützt
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liegt preislich um die 20,- €

Parafilm M Verschlussfolie

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Länge 38 m Breite 10 cm
wasserdichte und gasdurchlässige Verschlussfolie, die in Laboren eingesetzt werden zum Verschließen diverser Behälter.
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liegt preislich um die 29,- €


optivino No.1 Argon Schutzgas

optivino No.1 Argon

Argon Schutzgas, Qualität Made in Germany. Hier sorgt ein Gas den Whiskey vor der Luft. Es bildet eine Barriere zwischen dem Whiskey und dem Sauerstoff
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liegt preislich um die 19,90 €

Vacu Vin Weinpumpe

Vacu Vin Weinpumpe

Hilfe für den Whiskey zum Schutz vor der Luft kommt aus der Welt des Weines. Die Vacu Vin Weinpumpe macht auch für den irischen Whiskey hervorragende Dienste. Sie hilft, sein Aroma zu behalten. Die Pumpe pumpt wörtlich gesagt sehr viel Luft aus der Flasche und diese wird dann mit einem Stopfen, siehe Foto, verschlossen. Die Vacu Vin Pumpe gibt es in verschiedenen Ausführungen und mit weiteren Stopfen zum Nachbestellen.
Weitere Infos gibt es hier:
Whiskey-Pumpe Vacu Vin

liegt preislich um die 20,- €

Parafin M Verschlussfolie 38 Meter

Parafin M Verschlussfolie

Eine sehr bekannte und oft angewendete Methode, Wein oder Whisky zu schützen vor der Umgebungsluft, ist das Versiegeln der Flasche mit einer Verschlussfolie. In Laboren werden diese Parafilm Folien schon immer eingesetzt. Der Vorteil von Parafilm ist, das er dehnbar ist, beständig gegen Alkohol ist und nur wenig Luft durchlässt. Zudem ist er verbrauchsgünstig, da wenige Zentimeter ausreichen zur Versiegelung. Also eine Rolle mit 38 M. reicht eine Zeitlang. 
Der Nachteil wäre, das in einer aktiven Whiskey-Sammlung die Folie immer entfernt werden muss und dann wieder neu angebracht werden darf. Außerdem bleibt die vorhandene Luft in der Flasche, Parafin ist keine Pumpe.
Dennoch ist es empfehlenswert, in er etwas größeren Whiskey-Sammlung mit vielen hochwertigen Marken, zum Schutz des Whiskeys eine Rolle zuhause zu haben.

liegt preislich um die 29,- €

optivino No.1 Argon Schutzgas

optivino No.1 Argon Schutzgas

Auch diese Methode, den Whiskey vor Lufteinfluss zu schützen, kommt aus dem Bereich des Weines. optivino No.1. trennt den Whiskey nach dem Wiederverschließen von dem in der Flasche verbliebenen Sauerstoff und verzögert somit die damit qualitative und geschmackliche Verschlechterung des Weines. Das Argon Gas ist schwerer als Luft und bildet eine Barriere zwischen dem Whiskey und der Luft. Damit halten sich die Aromen länger, weil kaum Luft in der Flasche bleibt. Argon Schutzgas ist Made in Germany und lebensmittelecht, dem Whiskey werden keine Aromen genommen durch das Gas.
Bis zu 90 Anwendungen hält eine Flasche. Nachteil wäre nur, das es sich nicht messen lässt, wieviel Luft noch in der Flasche ist und nach jedem Öffnen muss neu gesprüht werden. Die Anwendung ist nicht schwierig, das Gas kann vielseitig verwendet werden, z.B. um auch Zitrus- und Nadelholzöle zu schützen, auch für Silbermünzen kann man es einsetzen um sie vor dem Anlaufen zu schützen.

liegt preislich um die 19,- €

Whiskey richtig lagern: Spar-Tipp umfüllen

Den Whiskey einfach umfüllen in eine kleiner Flasche, das ist eine Möglichkeit, weniger Luft in der Flasche zu haben. Die Füllhöhe ist in der kleineren Flasche höher als der "alten" Whiskey-Flasche. Damit verringert man den Lufteinfluss auf die Aromen des Whiskys. 

Diese Methode ist günstig und für Spar-Füchse genau richtig. Man muss kein Extra Equipment kaufen, idealerweise hat man eine kleinere Flasche mit Verschluss zuhause.

Der Nachteil ist, das natürlich die Original Whiskey-Flasche fehlt. Vor allem schade, wenn es ein schöner und alter Single-Malt-Whiskey ist. In der No-Name Abfüllung in einer kleinen Glasflasche sieht er "optisch" nicht mehr so viel aus. Dies muss man bedenken, ist daher eher für "stille" Genießer geeignet, denen die Optik der Flasche egal ist. 
Ein möglicher größer Nachteil wäre der, das die neue kleinere Flasche evtl. doch nicht so gut schließt und dann doch noch zu viel Luft/Sauerstoff in die Flasche kommt.

Man sieht an dieser Methode, das die günstigsten Lösungen bei hochwertigen Whiskeys nicht unbedingt die besseren sind, bzw. man muss dann die Haken dabei akzeptieren. 

Whiskey richtig lagern: Spar-Tipp Glasmurmeln

Dieser Spar-Tipp ist auch schon etwas älter. Einfach geschmacksneutrale Glasmurmeln in die Flasche einfüllen. Diese füllen den Boden auf und damit steigt der flüssige Whiskey auf und der Platz für die Luft/Sauerstoff wird weniger.
Diese Methode wurde wirklich früher öfters angewandt, vor allem dann, wenn keine andere kleinere Flasche zur Verfügung stand oder man die Original Flasche behalten wollte.

Wenn die Murmeln vorsichtig eingefüllt werden, funktioniert das schon. Physikalisch gesehen absolut klar, das die Luft hier verdrängt wird. 

Nachteilig ist natürlich, das beim Einschenken des Whiskeys Glasmurmeln heraus kullern können in das Whiskey-Glas. Ein stabiles Tumbler-Glas hält das sicher mehr aus als ein feines Nosing-Glas. Also könnte beim Bruch eines schönen Nosing-Glas der Spareffekt wieder weg sein.
Des Weiteren muss man bedenken, das mit dieser Methode nur bedingt Glasmurmeln eingeführt werden können. Ist nur noch wenig Whiskey in der Flasche, dann funktioniert das nicht mehr.

Whiskey richtig lagern: wie lange ist Whiskey haltbar?

Ja, das ist natürlich eine sehr wichtige Frage. Beim Wein ist es ja auch so, das der nicht unbegrenzt haltbar ist, nur ist es um die Lagerfähigkeit von Weinen etwas einfacher, hier ist mehr bekannt dazu. Oft wird er ja schneller verköstigt.

Beim Whiskey ist es so, das es zuerst einen Unterschied macht, ob er bereits geöffnet wurde oder noch original verschlossen ist. 

ungeöffneter Whiskey: 

  • wenn er richtig gelagert wird, wie hier schon mehrfach beschrieben, hält er sich über mehrere Jahre. 
  • dennoch hält er sich nicht unbegrenzt, da selbst bei allerbester Whiskey-Lagerung eine Verdunstung des Alkohols keiner vermeiden kann.
  • Gefahr droht auch durch den Korken. Dieser kann im Laufe der Jahre, auch wenn der Whiskey stehend gelagert wird, austrocknen. Dann wird er bröselig und lässt mehr Luft rein, was wiederum den Aromen zusetzt


geöffneter Whiskey:

  • ist die gute Flasche Whiskey schon geöffnet, ist es bei richtiger Whiskey-Lagerung überhaupt kein Problem, das der Whiskey mindestens ein Jahr hält ohne große Aromen zu verlieren. Auch mehr als 3 Jahre sind möglich, bei richtiger Lagerung, wie oben schon beschrieben.
  • der Geschmack leidet und die Aromen "verduften" wenn der Whiskey im Füllstand sehr niedrig ist. Es ist dann viel mehr Sauerstoff in der Flasche, die dem Whiskey zusetzt. Auch dann, wenn er richtig lagert an dunkler, etwas kühlerer Stelle. Handelt es sich hierbei um einen hochwertigen Whiskey, der nur "gelegentlich" genossen wird und immer leerer wird, ist unbedingt der Kauf einer Whiskey-Pumpe (Wein-Pumpe) empfehlenswert
  • je stärker der Alkoholgehalt des Whiskey ist, desto weniger leidet er unter dem Sauerstoff. Hier schneiden Cask Strength Whiskeys sehr gut ab mit einem Alkoholgehalt ab ca. 55 % Volumen. 


Am besten ist es allemal, immer wieder ein Auge auf seine Lieblinge zu werfen. So kann man auch dazu beitragen, das sie in gutem Zustand bleiben.